Ich arbeite vorwiegend schwarz-weiß, um eine möglichst große Konzentration auf die Komposition zu ermöglichen.
Im Holzschnitt verwende ich vorwiegend grobe Schalbretter aus Nordischer Fichte. Äste und Kettensägespuren dienen meiner Inspiration. Die Druckstöcke werden sowohl zum Drucken als auch als Druckstockobjekte benutzt.

In den Jahren 1994 und 1995 habe ich in den grafischen Werkstätten am Royal College of Art, London, den "Ambossdruck" entwickelt, um die Reliefstruktur als Prägung des geschnittenen Linoleums haptisch und farblich im Papier sichtbar zu machen. Ich habe lange mit unterschiedlichen Papieren, Farben und Maschinen Druckvarianten kombiniert und dokumentiert. So kam ich zu einem Druckverfahren, welches die Einfärbung des Druckstockes auf unterschiedliche Art durch Zerschneiden und puzzleartiges Zusammensetzen einzelner Teile ermöglicht. Gedruckt wird in nur einem Druckvorgang auf sehr schwerem Baumwoll-Büttenpapier auf einer Tiefdruck-Walzenpresse mit Schaumgummi und Filz. Den hohen Druck und die enormen Turbulenzen für das Papier zu versinnbildlichen nannte ich den Druckvorgang Ambossdruck.

In den Jahren 2004 bis 2010 rückte die Weiterbearbeitung der Druckgrafiken immer mehr in den Blickwinkel. Die Drucke werden nochmals (wie meist schon der Druckstock) zerschnitten und unterschiedlich patiniert, was Tiefenwirkung durch vielfältige Graustufungen ermöglicht und doch ganz Grafik bleibt.

Seit 3 Jahren arbeite ich daran, das grafische Prinzip des Positiv-Negativ (hier Schwarz vor Weiß und Weiß vor Schwarz) im Relief umzusetzen siehe Skulptur.

Zurück